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Das BlokR-Konzept
Categories: bewegung
Auch über ein Jahr nach der Räumung geht der Kampf für ein neues Ungdomshuset weiter. Für den 3. April haben AktivistInnen angekündigt, das Kopenhagener Rathaus zu blockieren. Im Folgenden wird das Konzept der Aktion “blokR” vorgestellt.

 

Zweck der Aktion, Konzept und Richtlinien

Zweck der Aktion “blokR” ist, den politischen Druck auf Kopenhagens Politiker/innen beizubehalten, um diese dazu zu bringen, der Ungdomshusbewegung noch vor dem 4. April ein neues “Ungdomshus” (Jugendhaus) zu geben. Am Donnerstag, den 3. April, hält das Rathaus seine letzte Sitzung ab. Dann ist es genau ein Jahr her, seit die Politiker/innen Polizei und Abbrucharbeiter/innen losgeschickt haben, um ihre Probleme zu lösen. Deshalb organisiert die Aktion “blokR” eine Belagerung des Rathauses. Die Politiker/innen sollen nicht eher ihre Sitzung verlassen, bevor sie eine zufriedenstellende Lösung für ihr selbst geschaffenes Ungdomshusproblem gefunden haben.

 

Die Aktion “blokR” ist

  • ein großer und breit gefächerter Aufruf zur Belagerung des Rathauses
  • eine zivil ungehorsame Belagerung des Rathauses, bei der aktiv Widerstand gegen Versuche, diese Belagerung zu durchbrechen, geleistet wird.

Der Aktionskodex von “blokR”

  • ziviler, ungehorsamer und aktiver Widerstand soll folgendermaßen verstanden werden: wir werden den Forderungen der Polizei nicht nachkommen; wir werden Gegenwehr leisten gegen eventuelle Versuche der Polizei, die Belagerung zu durchbrechen; wir werden uns wehren und Schutzausrüstung mitbringen und auch anwenden, um die Belagerung aufrecht erhalten zu können.
  • das Einzige, was geworfen werden wird, sind Handzeichen und eventuelle Tränengasgranaten, welche die Polizei abgefeuert hat.
  • falls die Politiker/innen versuchen, die Belagerung zu durchbrechen, werden wir ihnen den Rücken zuwenden.

Struktur der Aktion

Aktion blokR ist eine offene Aktion die aus selbst organisierten Gruppen besteht. Diese Gruppen haben die Kompetenz, Beschlüsse zu treffen, welche ihre eigenen Aufgaben und Verhältnisse betreffen, solange sie dabei das übergeordnete Konzept und die Richtlinien der Aktion respektieren. Jede Gruppe schickt Repräsentant/innen zu einem wöchentlichen Koordinierungstreffen. Hier beraten sie die Dinge, welche über die Aufgaben einzelner Gruppen hinausgehen. Diese Treffen, die von der internen Kommunikationsgruppe einberufen werden, haben somit die Kompetenz, übergeordnete Entscheidungen zu treffen. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle Gruppen hier repräsentiert fühlen.

Beim Infotreffen am 19. Januar wurden folgende Gruppen eingesetzt:

  • Roter Block, gelber Block, türkiser Block und grüner Block (die Blöcke stehen für jede einzelne Ecke der Belagerung und sie wählen sich selber ihr Konfrontationsniveau und ihre Strategie)
  • Aktionsgruppe (steht gemeinsam mit den Blöcken für die Detailplanung der Aktion und der Demonstration)
  • interne Kommunikationsgruppe (koordiniert die Treffen, und organisiert Seminare und Info- Veranstaltungen)
  • Pressegruppe (verfolgt eine offensive Presse- Strategie)
  • Mobilisierungsgruppe (erstellt Plakate, Internetseite, sms-Verteiler, Flyer und ähnliches Mobilisierungsmaterial)
  • VoKü-Gruppe (bereitet leckeres veganes Essen)

Jede/r, welche/r sich der Grundlage der Aktion anschliesst, kann eigene Gruppen gründen- denkt nur daran, eine/n Repräsentant/in zum Koordinierungstreffen zu schicken.

Mit freundlichem Gruß, die Initiatoren/innen.

 

Wir wollen ein Ungdomshus haben, so lange wir noch jung sind.
Kommt am 3. April nach nach Kopenhagen!

Weitere Informationen zur Aktion “blokR” und der Bewegung für ein neues Ungdomshuset findet ihr auf den Websites ungeren, blokr.nu, ungdomshuset.dk, und politiken.dk

 

Update: Belagerung wird zum Strassenfest!

Nach vielen Kämpfen auf der Straße und am Verhandlungstisch, etlichen Spekulationen und Gerüchten ist es nun endlich soweit: Kopenhagen wird ein neues Ungdomshuset zu bekommen! Nachdem die Stadtverwaltung zugesagt hat, das Dortheavej 61 in Nordvest als Automes Zentrum an die Ungdomshuset-AktivistInnen zu übergeben wird die geplante Belagerung des Rathauses in eine riesige Streetparty umgewandelt. Damit soll sich bei allen bedankt werden, die die Bewegung in ihrem Kampf für einen neuen Freiraum unterstützt haben.

 

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